neu:

Film über das 32h nonstop Rennen,

produziert von Janik Staub


Erlebnisbericht aus Sicht der Athletin, Chrigä Staub:

 

Ich frag mich grad was wohl härter ist, die letztjährige gefahrene Tortour rund um die Schweiz mit 1000 km mit gleichviel Höhenmeter wie nun am RATA mit 540 km. Ich kann es noch gar nicht beantworten. Auf die Frage, die mir immer wieder gestellt wird: Warum tut man sich so was an? Weiss ich grad auch überhaupt nicht und frag mich das ebenfalls selber ganz viel. Das vorwärts kommen ist grad sehr mühsam. Ich weiss gar nicht soll ich sitzen bleiben und im ringsten Gang fahren oder soll ich einer hochschalten und mich stehend fortbewegen. Die Füsse schmerzen von der Hitze beim stehen und das Gesäss beim sitzen. Kommt eigentlich nicht so drauf an. Ich darf einfach auf keinen Fall absteigen und anhalten, sonst hat meine Crew keine Freude an mir.

Die Dunkelheit ist angenehm, ich hab ja gutes Licht, die Temperaturen etwas frisch, meine Crew ist immer unmittelbar in meiner Nähe. Was sehr schön ist, aber der Gegenwind bei einem Pass den es gerade Hoch geht ohne Haarnadelkurven, ist zermürbend. Es sollte aber heller werden wenn ich ganz oben auf dem Berninapass bin.  

 

Ganz wenige Autos überholen mich und ich frag mich was die um Himmelswillen um diese Zeit schon machen, aber das werden die sich über mir noch viel mehr fragen. Es geht langsam dem Morgen entgegen, die Bergspitzen kommen wunderschön zum Vorschein. Aber meine Müdigkeit nimmt ganz schnell zu. Ich habe das Gefühl, bei jedem Tritt wird es schlimmer! "Staub" wie mich meine Freundin seit Jahren schon nennt, du solltest was essen und mehr trinken! Was  in der Nacht ganz schwierig ist, da der Körper überhaupt nicht auf essen eingestellt ist. Meine Beine füllen sich leer und schwer an. Ich könnte auf der Stelle einschlafen! Nur das Hirn funktioniert ganz gut, aber leider mit negativen Gedanken statt mit positiven. Wenn ich mir so überlege, was ich schon hinter mir habe und was noch vor mir liegt, muss ich leer schlucken, frage mich wie das wohl weiter geht.  Ich befürchte, diesmal schaffe ich mein grosses, möglicherweise zu hoch gestecktes sportliches Ziel nicht…..

Dabei hat alles so gut begonnen, ausser das Richtung Reschensee bei den Männern etwas viel Testosteron spürbar war und es fast zu einem Massensturz kam. Ich kam von der Strasse ab, kurz in die Wiese, aber wieder heil zurück auf sicheres Terrain. Versuchte den Anschluss bis zum Aufstieg Stilfserjoch nicht zu verpassen, obwohl mein Pulsmesser 175 anzeigte. Lange hätte ich mich in diesem Bereich nicht mehr aufhalten können, sonst würde ich von 14 bevorstehenden Aufstiegen kaum einen schaffen.

 

Die erste Gruppe verlor ich, aber da kam ein Einzelfahrer und ich nutze seinen Windschatten bis zum Aufstieg zum ersten Pass. Das erste Mal überholte mich mein Teambus, der nun voraus fuhr und immer auf mich geduldig wartete. Das Supporter-Team mit Dani meinem Mann, Nicole meiner Freundin und ihr Mann Adi sowie mein Schwager Alby, gibt mir Sicherheit und Motivation. Es ist immer schön sie zu sehen und ich versuche eine einfache Athletin zu sein, wenigstens so lange es geht.

 

Das Stiflserjoch gefällt mir riesig obwohl ein kleiner Regensprüher vom Himmel fällt….. Zum Glück war dies der erste und auch letzte. Was vieles vereinfacht und man nicht Zeit vergäudet zum umziehen. Die Erinnerungen an die Tortour mit dem vielen Regen, sitzt mir und sicher auch der Crew noch tief in den Knochen.

 

Also alles gut, der Start ist geglückt, versuche mich regelmässig gut zu ernähren und mit viel  Freude auf meinem Rennvelo zu sitzen und in meiner  Welt zu sein, die nächsten Stunden, ja gar Nächte und Tage. Auf dem höchsten Punkt der RATA d.h.  2757 m.ü. Meer angekommen, gibt's  ein Jäggli und es geht hinunter auf einer langen imposanten Abfahrt mit Tunnels und Kurven bis nach Bormio. Zum Ausflippen schön, bin so glücklich, dass ich den Mut hatte mich da anzumelden obwohl ich die einzige Frau im Feld  bin. Extreme Konzentration wird gefordert, einen Sturz könnte das Ende des Rennen sein.

 

Wieder schon fast heiss, geht es durch typisch italienische Dörfer und wieder hoch in Richtung Gaviapass. Der Pass schlängelt sich durch wunderschöne idyllische Alpen ohne grossen Verkehr bis auf 2652 m.ü.Meer, einfach nur herrlich.

 

Endloslange steile Abfahrt hinunter nach Pezzo, Edolo. Von dort wieder hoch zum Skigebiet Aprica, dann wieder hinunter nach Tresendo, Tirano und die Zusatzschleife mit dem mörderisch steilen, schmalen Mortirolo Pass welcher 16-18 % Steigungen aufweist. Nun beginnt es einzudunkeln und ich sah eigentlich gar nichts mehr, sondern spürte nur die Steigung und ab und zu kam ein Auto entgegen. Im Spinning würde das heissen, eine ganze Lektion "stehender Berg". "Hellau!", rufte Alby, eine vertraute Stimme, so war ich immer wieder froh meine Crew in meiner Nähe wenigsten zu hören, sehen konnte ich fast nichts in diesem Wald drin. Mit ihren tröstenden Worten stellten sie mich immer wieder auf, dass es den anderen Athleten auch an ihre Substanz gehe. Da sah ich ein schwankendes Lämpli vor mir, es war ein anderer Athlet auf der Strecke, so war ich nicht ganz alleine. Auf dem höchsten Punkt 1846 m.ü.Meer, konnte ich erstmals komplett meine Kleider wechseln und anschliessend fühlte ich mich fast wie neu geboren. Die Abfahrt war ebenso schmal wie steil; ich fuhr dementsprechend langsam, so dass mein Team-Bus mir zusätzlich Licht geben konnten. Wieder auf die Strasse zurück und den Pass Aprica wird ein 2. Mal befahren. Der Grund an dieser Zusatzschleife war, dass der bekannte Mortirolo Pass von der steilen Seite hinauf gefahren wird. Ach wie nett vom OK, echt so lieb!! Eine Gerade führte nach Tirano, somit war ich schon bald in meiner Heimat Schweiz. Nun folgt der längste Anstieg der Rata, von 420 m.ü. Meer hinauf zum Bernina auf 2330 m.ü. Meer, d.h. knapp 2000 Höhenmeter ab einem Stück.


Dass der Albula, Flüela, Ofen, Umbrail mit dem Anstieg von 3km/254hm, nochmals Stilfserjoch, Reschenpass, noch vor mir liegen verkrafte ich kaum mehr. Meine Beine werden immer leerer und schwerer. Die Verzweiflung ist inzwischen gross. Konnte mich nicht mal mehr an der  wunderschönen Morgenstimmung  und meiner Crew erfreuen, die mich versuchten mit allen Mittel  aufzustellen. Mir war schlecht, Hühnerhaut bildete sich, aber leider nicht vor Freude.

 

Ich erklärte meinem Team, dass ich ihnen keinerlei Vorwürfe machen würde, wenn wir diese Rennen nicht beenden würden, dass ich dies auf mich nehmen würde. Aber mit der Erklärung, von Nicole, dass wir nie AUF einem Pass aufhören werden, sondern zuerst wieder hinunter fahren und wieder versuchen in einen guten Rhythmus zu gelangen, es mir an der Tortour schon viel miserabler körperlich ging und für all die, die dann sagen: "Hett nöd dänkt, dass Du das schaffsch!" genau darum werde ich ja wieder auf mein Rad sitzen. "Möchtest du etwas Polenta, das täte dir gut?" Was mich tatsächlich auch sehr glusten würde! Bring in der Morgenfrüh wirklich keine Gels und Riegel runter. ‚ Ist halt etwas flüssig, meinte die Köchin. Schlürfte den ersten Löffel in den Mund und spuckte das Zeug voll Rohr wieder raus!? Die Polenta ähnelt eher einem Sandsturm der im Hals stecken blieb! Zum Glück meinte meine Supporterin selber , dass man dies nicht essen könne. Aber auf die Schnelle zauberte sie einen meeeegggaaa feinen Kartoffelstock her. Der tat gut. Stürmte aber trotzdem nach einer kleinen Pause bzw. Entspannung im Bus, in der Hoffnung, dass ich die Müdigkeit überlisten könne. Nach der Einwilligung von 5-8 Minuten, versuchte ich wieder in einen Rhythmus zu kommen.

 

In Richtung Engadin war es  kalt, sehr kalt und ich freute mich in Samedan auf die ersten Sonnenstrahlen, die mich etwas aufwärmten. Es gibt ja doch einen Vorteil an diesem Rennen, gleich geht es  wieder hoch  Richtung Albula und man bekommt schnell wieder warm. Adi organsierte mir mein Lieblings Sandwich, Laugenbrötchen mit Schinken und Käse. Doch der unterste Anstieg, machte mir gleich wieder Sorgen, leeren Beine und einen leerer Kopf. Wie soll das nun weiter gehen. Ich weiss zwar dass dieser Anstieg auf 2306 m.ü.Meer nicht ganz so lang mit 550 Höhenmeter ist. Immer wieder wartete meine Crew und unermüdlich klatschten und motivierten mich, doch ich musste schon wieder anhalten. Klagte das ich mir einfach nicht vorstellen kann wie ich all die Höhenmeter noch bewältigen soll. Sie hatten aber immer einen Joker auf Lager zum mich weiter bringen- dieser nun ist Janine und Hanspeter Elmer, die in Filisur mit dem Fahrrad auf mich warteten , sie werden mich auf den Flüelapass begleiten bis nach Zernez. Ja dann, was soll ich nun anders machen also einfach weiter in die Pedale treten  und  hoffen, dass irgendwann die Krise überwunden ist. Krisen sind zum überwinden da, hat mir meine Schwägerin vor Jahren erklärt,  sie wartet auf mich, aber erst im Ziel. Super, da kann ich doch hier nicht den Geist aufgeben! Ich spürte wie meine Beine und mein Kopf sich langsam wieder mit Nahrung und positiven Gedanken füllen, die mich auf den  wunderschönen idyllischen Pass hinauf tragen. Auf eine lange aber super schöne Abfahrt nach Filisur kann ich mich freuen. Schon einige Radfahrer kommen mir entgegen, die das schöne Wetter nutzten.

Von weitem sah ich Janine und Hanspeter, sie winkten mir zu, freute mich sie zu sehen und bin froh auf etwas Abwechslung und Gesellschaft. In den Flächen konnte ich von ihrem Windschatten profitieren. Ich glaube meine Crew ist etwas erleichtert, dass die beiden gekommen sind, so sind sie etwas entlastet.

 

Mein erstes richtiges Lächeln vom Tag war, als Elsbeth Bill mit ihrem Mann Ruedi in Richtung Davos am Strassenrand standen. Unglaublich die beiden, auch mit 80. Jahren, ist ihnen kein Weg zu weit zum mich unterstützen. Ich danke den beiden vom ganzen Herzen. Sie sind einfach die grössten!

 

Einen traumhaften Samstag, da ist man nicht alleine auf Alpenpässe in der Schweiz, der Verkehr nimmt zu, ziemlich mühsam, auch mein Vorwärtskommen. Gott sei Dank begleiten mich die beiden, ich würde nur ausrufen und stänkern alleine. Janine erinnert mich mal ganz sanft: "Ja Frau Staub, das hesch du wellä!"  Wollte ich das wirklich? Tatsächlich, also dann mach es auch, redete ich mir selbst  zu. Das Ziel kommt immer näher. Heute halt etwas später, aber in der Zeit lag ich ja immer noch gut, also wenn ich auf dem Flüela bin, dann geht’s weiter und zwar bis nach Nauders. Das war wohl die Knickstelle in meinen Gedanken: Ja ich zieh das Ding durch, ich will dran bleiben und freue mich auf den Zieleinlauf ins Festzelt!


 

 

Ich habe noch nie an so einem herzlichen Anlass  teilgenommen wie das RATA. Am Briefing  am Donnerstagabend, kam der OK Chef zu jedem einzelnen Athlet und schüttelte jedem die Hand zur persönlichen Begrüssung. Unglaublich! Die Strecke wurde vorgestellt und auf die schwierigsten Abzweiger, Tunnels und Stellen hingewiesen, so dass man nicht noch Zusatzkilometer macht. Natürlich wollten sie auch wissen, wer diese eine Frau im Teilnehmerfeld ist. So kam ich noch zu einem unerwarteten Interview. Nach dem gemeinsamen Nachtessen mit meiner Schwägerin Marlene und ihrem Mann Sepp, ging es in unsere gemütliche Wohnung. Locker und lustig ging es zu und her. Wir sind bereit und sind alle gespannt wenn s los geht.

 

Die Athletenvorstellung beginnt ab 11.00 Uhr, so dass wir gemütlich aufstehen und das Frühstück Buffet geniessen konnten. Doch dann wen man Essen könnte und müsste ist der Hunger nicht riesig. Auf geht’s zum neuen Abenteuer und an die Athletenvorstellung, wo jeder einzelne vorgestellt wird auf dem Dorfplatz. Das ganze Team musste auf die Bühne und jedes Teammitglied wird vorgestellt, jeder durfte bzw. musste  sagen wer er ist und was seine Aufgabe in den nächsten Stunden ist.

 

Der Ofenpass machte seinem Namen alle Ehre, die Hitze wirkte brodelnd. Aber bin überrascht, wie ich nun vorwärts komme, wieder alleine unterweg und holte sogar einen anderen Fahrer ein, im blauen Trikot. Ich spürte ein Hoch, obwohl ich den Pass gar nicht gerne fahre. Und wieder ein Pass ist gemeistert. Nun geht es hinunter ins Münstertal Noch steht der mächtige Aufstieg Umbrail mit der Abzweigung zum Stilfserjoch vor mir. Ca. 1350 Höhenmeter, also eigentlich so viele wie man normalerweise auf einer Tagestour macht. Der Einstieg in den Pass war steil, aber der Gedanke das es der letzte grosse Happen ist, bringt mich weiter,  Tritt für Tritt. Der Verkehr nervt mich zwar immer noch, aber was soll's Das erste Mal sehe ich das Ziel in absehbarer Nähe. So viele Alpenrosen habe ich in meinem Leben noch nie gesehen, wunderschön, da kommen Erinnerungen auf an meine liebe Schwiegermutter, sie liebte diese Alpenblumen über alles. Sie hätte wohl grosses Erbarmen, weil ich so leiden muss. Wieder machte mir das vorwärts kommen grosse Mühe. Ich stieg sogar vom Velo ab, hatte das Gefühl grad schneller zu Fuss vorwärts zu kommen als mit Fahren. Die Füsse brennten von der Hitze, kurz tat das Laufen gut. Zum Glück, sah dies grad meine Crew nicht, die würden keine Freude haben. Da kam aber Dani, im kleinen Auto und motiviert mich wieder zum Aufsteigen und meinte, dass ich das nur meine, sicher käme ich schneller vorwärts mit fahren……

 

Das Stilfserjoch war nun zu sehen, was mir grad zuerst den Gong gibt, wie weit oben dies noch ist. Jetzt aufgeben und ich würde mich den ganzen Sommer grün und blau ärgern. Meine Gedanken sagten: Jetzt bist du dran und musst  kämpfen und leiden, morgen wäre es zu spät, ich würde immer denken: Hättest Du doch nochmals auf die Zähne gebissen, irgendwann ist es ja vorbei. Und was sag ich meinen Spinning Teilnehmer immer? Und wenn man meint, es geht nicht mehr, es geht  immer noch ein bisschen. Auch dem Team zu liebe, will ich weiter kämpfen, sie leiden und kämpfen ebenfalls fest mit, machen alles Mögliche für mich, damit ich bzw. WIR ins Ziel kommen.   Sogar noch zwei andere  Athleten sind sichtbar, auch die kommen nicht schneller vorwärts als ich und müssen kämpfen. Also letzter happiger Aufstieg Tritt um Tritt.

 

Unglaublich, oben angekommen, von nun an ging s bergab, aber wie!!!! Schulter, Gesäss und Handgelenk schmerzten bei jeder Unebenheit der extrem steilen, engen Strasse. Das starke Abbremsen machte mir in den Finger Mühe. Am Liebesten würde ich das Rad verladen oder Dani das Vergnügen überlasen, hinunter zu fahren. Trotz des Leidens, rollten mir die Tränen runter vor Freude, Erleichterung, Erschöpfung…..Musste mich zusammenreissen, das ich noch konzertiert bleibe auf dieser anspruchsvollen elend lang gefühlten Abfahrt, denn ein Sturz wäre jetzt  das allerletzte, das ich gebrauchen könnte. Im Windschatten meines Kia's fahre ich nun zurück, im Bewusstsein, dass auch der Reschenpass nicht flach ist, sondern 500 Höhenmeter zu überwinden sind. Ein letztes Mal stärte ich mich mit einem feinen Salami-Sandwich. Versuche nun einen ruhigen Rhythmus zu fahren:  Schultern locker, Oberkörper mit einer guten Körperspannung, so wie ich es x mal predige im Spinning, nun kann ich alles selber auch anwenden!  Gott sei Dank aber habe ich Rückenwind, so dass ich in einer Lockerheit und gutem Tempo am Reschensee vorbei fahre, allerletzte eine kleine Steigung, an der Grenze Italien / Oesterreich vorbei und es rollt von selber, nicht nur die Räder, sondern auch meine Tränen. 

Der Zieleinlauf ins Festzelt wird nun Realität, obwohl mir gesagt wurde, dass nicht mehr so viele Leute dort seien, dennoch freue ich mich riesig darauf. Die letzten 100 Meter, dann rechts abbiegen und Einfahrt ins Zelt. Einen tollen Applaus, man könnte meinen das Festzelt sei voll. Der Bürgermeister von Nauders hat  extra auf mich gewartet um mir Blumen zu überreichen. Das OK, das Team aus Bayern, ein paar unbekannte Fans, Marlene und Sepp, MEIN Team - wir waren vor Freude ausser uns, dieses unvorstellbare Ziel erreicht zu haben. Mit einem grossen Panache/Bier stossen wir nach dem überreichen des Pokals an zünftig an und schiessen Fotos für die Ewigkeit. Nach dem Absteigen konnte ich zwar  fast nicht stehen. Egal, Hauptsache gesund und unglaublich stolz und glücklich im ZIEL.

 

Am meisten freute ich mich aufs Zähne putzen. Ein dicker Belag setzte sich an, der langsam unangenehm war. Anschliessend unter die Dusche, die erste Mahlzeit sitzend bei gemütlichem Zusammen sein mit riesiger Freude über das Erreichte. Das Getränk wurde sogar vom Chef des Hauses spendiert, weil ich als einzige Frau am Wettkampf war. Der Abend wurde nicht lange, bald kehrte die grosse Müdigkeit ein und ich fiel ins weiche Bett.

 


Ich glaube, genau für diesen Moment, für dieses Glücksgefühl, etwas unmögliches geschafft zu haben, das Gefühl es gäbe keine Grenzen und diese  Grenzen dann zu sprengen, an sich zu glauben,  sich selber nicht im Weg zu stehen……Es braucht MUT, weil man es nur erfahren und erleben kann wenn man es eben TUT.

 

DARUM TUT MAN SICH SOWAS AN!

 

Herzlichen Dank an meine Crew, für ihren  unermüdlichen Einsatz, das Mitfiebern wie in einem Krimi - gäll Adi - und den tollen Teamgeist. Mit motivierenden, klaren Worten, die es eben braucht, aber auch das abschätzen, was liegt drin, da muss man einen  Athleten sehr gut  kennen. Die richtigen Worte, den richtigen Ton zu finden ist nicht immer einfach, ich weiss, aber meine Team wart einfach TOP, insbesondere Nicole! DANKE !

 

Ich danke auch Urs Ritter meinem Trainer von der TG Hütten, meiner Mental Trainerin Vreny Nef aus Egg SZ, meine super Nany Marlene für meine Jungs zuhause, Janine und Hanspeter und allen, die mit gefiebert und an mich geglaubt haben!

 

Eure Christine / Chrigä/  STAUB

......eine Filmauswahl auf einen Blick.....



Mit einer Zeit von 32:00 hat Chrigä das Ziel als beste und einzige Frau erreicht. Bravo! Chrigä ist überglücklich über ihre Leistung. Wie sie die 14'000 Höhenmeter erlebt hat, die Landschaft geniessen konnte, vom Team unterstützt wurde und es mental erlebt hat, wird sie nächste Woche an dieser Stelle berichten.

Das „Race across the alps“ mit Start und Ziel in der Reschenpassgemeinde Nauders ist wohl die härteste Eintagesprüfung der Welt, die man sich auf einem Rennrad vorstellen kann. Darum hat Chrigä diesen Wettkampf auch ausgewählt.

 

Bei dieser Kraftprobe, die durch die 3 Länder Italien, Schweiz und Österreich und verschiedene Klimazonen führte, wurde Chrigä von ihrem Dani und Alby Staub sowie von Nicole und Adi Vögele betreut.


Der Event ist elitär – zugelassen waren ausschließlich bis zu 60 Langstreckenfahrer, die in der Lage sind, diese knapp 540 km lange Distanz mit an die 14.000 Höhenmeter innerhalb von 32 Stunden zu schaffen. Die zu befahrenden Bergstrassen warteten mit klangvollen Namen auf – und wandeln zum Großteil auf dem Terrain des Giro d`Italia sowie bekannter Tour de Suisse Etappen. Passo Stelvio, Passo Gavia, der extrem steile Mortirolo und die Skistation Aprica auf italienischer –
sowie Bernina-, Albula-, Flüela- Ofen- und Umbrailpass auf Schweizer Seite sind nonstop bei dieser Extremtour zu bewältigen.

 

Rangliste    Webseite Wettkampf                                  Strecke                  (aha)


So 11. Juni 2017 - Tour de Suisse Challenge Morgarten

Die 87.2 km lange Strecke führte über gesamthaft 1'200 Höhenmeter.

Chrigä Staub ist sehr zufrieden mit ihrer Leistung, einer Standortbestimmung zwei Woichen vor der Race across the Alps. Ihre Taktik ist aufgegangen, wurde wohl gefordert konnte aber im Rennen immer wieder angreifen. Ebenso zufrieden ist Else; Postenzial hat sie noch im Bergabfahren geortet. Wer allerdings auf dem Podest ist, darf auf "hohem Niveau" jammern.

Webseite  .  Infos über den Event    Rangliste    (aha)

Kategorie Rang Name Zeit Overall
Masters 2W 3. Christine Staub 2:36:28,0 6.
Masters 3W 3. Elsbeth Winkler 2:47:23,4 18.
Masters 3M 50. Daniel Staub 2:51:10,8 256.
Masters 3M 77. Huber Waltre 3:13:43,4 362.
HLK M 26. Sandro Näf 3:29:13,9 405.
Masters 3M 97. Franz Camenzind 3:35:36,1 422.

So 28. Mai: Säntis Classic

 

 

Christine Staub startet am Radathlon über die Distanz von 200 km mit 2240 hm in der stärksten, von insgesamt 3 Leistungsgruppen.

 

Es war keien gemütliche Panormarundfahrt, sondern es wurde immer wieder im Wettkampf-Tempo gefahren.

 

 

Webseite Veranstalterin      Rangliste (ohne Zeitmessung)

 

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